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  • Sabine

Kräuterwissen

Mehrmals im Jahr gibt es über die Mühlviertler Alm Platzerl (https://ma-p.at/) kleine, feine Kurzvideos zu aktuellen Pflanzen. Ebenso kann man im Online Archiv vom Freien Radio Freistadt (www.frf.at) meine 10 minütigen Kräuterportraits nachhören - mittlerweile haben sich hier schon 78 Beiträge gesammelt. Jetzt im November geht es um meine geliebte Waldengelwurz - auch schon ausführlich in meinem Buch "Die heilende Kraft des Waldes" beschrieben. Hier finden sich auch einige meiner Lieblingsrezepte zu der duftenden Schönheit. Im Radioarchiv ist der Beitrag zur "Wilden Angelika" unter "Die Kräuterhexe" zu finden - https://cba.fro.at/331633 Das Rezept zur Salbenherstellung:

Engelwurzbalsam


Zunächst werden die Wurzeln der Waldengelwurz sehr gründlich unter fließendem Wasser gereinigt. Dies funktioniert mit einer kleinen Handwaschbürste sehr gut. Die Wurzel wird mit einem Keramikmesser klein geschnitten. In der Zwischenzeit wird in einem Topf (den ich bevorzugt nur für das Salbenrühren verwende) 80 g Cera Lane (ungebleichtes Schafswollfett) bei mittlerer Hitze geschmolzen, ½ Liter Olivenöl und die Wurzeln zugefügt. Die Engelwurz wird nun mehrere Stunden bei geringer Temperatur ausgezogen. Es können kleine Bläschen aufsteigen, aber das Öl sollte auf keinen Fall zu rauchen beginnen, die Wurzeln ja nicht frittiert werden, so dass die Wirkstoffe sanft in die Salbe übergehen. Wer einen Tischherd besitzt, rührt die Salbe am Herdrand. 20 g Bienenwachs erwärme ich im Wasserbad – verwende auch hier wieder mein Salbenrührgeschirr, das von diversen Flohmärkten stammt. Die Salbe seihe ich durch ein sauberes Stofftuch und erhitze sie erneut am Ofen. Sind flüssiges Wachs und Salbe annähernd auf gleicher Temperatur (ich mache das immer nach Bauchgefühl) können sie vermischt werden. Flockt das Wachs aus (was bei den ersten Salbenrührversuchen durchaus einmal passieren kann), war die Salbe noch zu kalt und muss weiter erhitzt werden, bis sich das Wachs vollständig aufgelöst hat. Beim Abkühlen wird die Salbe weiter gerührt. Sobald sie etwas dickflüssiger wird, in vorbereitete Schraubgläser gefüllt. Engelwurzbalsam hilft bei Husten und empfindlichen Schnupfnasen auf Brust und Nasenlöcher aufgetragen. Bewahrt vor Ansteckung in Grippezeiten und hat eine segnende Wirkung. Danke Pia Paulinec für das Foto und Video zur Pflanze!



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